Doris Knecht
| 10/06
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| Kunst & Kultur
| Kurier-Kolumne
Eigentlich will ich mich heute nur darüber aufregen, dass nicht Philip Roth den Literaturnobelpreis bekommen hat. Schon wieder nicht Philip Roth! Warum schon wieder nicht Philip Roth?! Was kann ein Schriftsteller noch leisten, als seit Jahrzehnten Jahr für Jahr den besten, prägnantesten, sarkastischsten, bösesten, aktuellsten und/oder wichtigsten Roman zu veröffentlichen? Stattdessen ist der Literaturnobelpreis auch heuer wieder ein Wir-sagen-einer-Regierung-hintenrum-die-Meinung-Nobelpreis; das ist eine echte Sauerei Roth gegenüber, und bis Roth den Literaturnobelpreis nicht kriegt, ist der Preis nicht mehr ernst zu nehmen. So! Aber vermutlich liest das jetzt schon wieder keiner von der Nobelpreisjury.
Die tatsächlichen Leser aber
fanden, ich sei ungerecht mit den Autofahrern und übergerecht mit den Radfahrern, und was ich jetzt tue, tu ich selten , ich sage: na gut. Stimmt vielleicht. Ja, der Radfahrer ist per se und rein gesetzestreuetechnisch gesehen kein Guter, auf alle Fälle kein Besserer als der Autofahrer. Und, ja, es neigt speziell der Radler dazu, Ampeln, Beleuchtungsvorschriften, Fahrverbote und andere Verkehrsregeln zu ignorieren. Das ist nicht schön, und bringt eine ganze, vom Öko- und Gesundheits-Aspekt eigentlich nur begrüßenswerte Fortbewegungsart in Verruf, und trotzdem find ichs unerfreulich, wenn jetzt auch die Autofahrer mit dem Mist anfangen.
Sowie: es sind , und das soll kriminelle Pedalisten keineswegs freisprechen, die Autofahrer halt meistens die Stärkeren, die einen Radler schon in die Notaufnahme befördern können, indem sie nur die Autotür geschickt aufmachen. Das macht ihnen kein Radfahrer nach.
... und noch dazu ist vorher noch Updike auszustatten.