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Doris Knechtder doris-knecht-blog: geschriebenes, gefundenes, beschwerden, einwände, trost, rat, lob, tadel und was sonst so anfällt. aus: falter, kurier, presse, profil, tagesanzeiger, anderswo und der werkstatt.
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 moblog  picture - 17. June 2008 08:08 
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30.12.06

Politik, ein Verderbnis

| Comments (0) | 12/06 | Kurier-Kolumne

Wir schreiben  die Tage des faszinierenden Demokratie- und Politikverständnisses. Über das BZÖ und seine aktuellen Aussagen zum aktuellen Verfassungsgerichtsentscheid im Ortstafelstreit  wundern wir uns nicht.  Haider hat ja stets betont, dass er keine weiteren zweisprachigen Ortstafeln will, und nur Idealisten glaubten, konstruktive Kompromisse seien mit dem Kärntner Landeshauptmann und seiner Partei möglich: sind sie nicht.
  Reizvoll aber auch eine Bemerkung des neuen Zweiten Nationalratspräsidenten Michael Spindelegger, ÖVP. Der meinte  am Donnerstag in einem Interview mit den Vorarlberger Nachrichten, er halte es für „gefährlich“, das Wahlalter auf 16 zu senken. ... weiter lesen ...
28.12.06

Murphys Gesetz

| Comments (2) | 12/06 | Kurier-Kolumne

Ja, es kommt vor, dass ich mich mit  sturer Besserwisserei zur Idiotin mache, indem ich behaupte, ich hätte das und das gesagt, geschrieben oder nicht bestellt, worauf die Gegenseite mir prompt das Gegenteil beweist. Peinlich; und zur Festigung meiner Rolle als  charakterfeste Vertrauensperson wenig hilfreich.
Aber diesmal habe ich alles richtig gemacht. Ich habe rechtzeitig  drei Plätze 1. Klasse mit Tisch im Autoreisezug von Wien nach Feldkirch reserviert. (Es gibt Gründe für die 1. Klasse, z. B. eine  defekte Klimaanlage im 2.-Klasse-Kinderspielwagen letzten Juli auf gleicher Strecke; Außentemperatur: 34 Grad; Fluchtmöglichkeit mit Kindern und Gepäck: null; Hilfsangebote ... weiter lesen ...


vienna.unlike
Never get lost in Vienna

27.12.06

Das wünsch ich mir

| Comments (0) | 12/06 | Kurier-Kolumne

Weihnachten: vorbei; Geschenke: ausgepackt bzw. kaputt; Wünsche: für den Geburtstag aufsparen. Aber  halt, das neue Jahr. Da geht noch was.
Ich wünsch mir 2007 also einen Schnee, aber nur im Winter, und einen sonnigen Juni von März bis Oktober. Ich wünsche mir endlich hundegackifreie Straßen und Grünzonen und keine stinkigen Überraschungen nach der Schneeschmelze. Oder bei der Regierungsbildung. Ich wünsch mir ein Asylgesetz, das der Not von Flüchtlingen nicht mit Unbarmherzigkeit begegnet. Und eine  Bildungspolitik. Ich wünsche mir einen gerechteren Einkommensbericht, und dass auf den Spielplätzen nicht immer nur Mütter sitzen.  Mehr Bänke und Mistkübel wären fein, wobei mir vorkommt, als erfüllte die ... weiter lesen ...
26.12.06

Ein einfaches Leben

| Comments (0) | 12/06 | Kurier-Kolumne

In „Das weiße Album“, ihrer Essaysammlung aus 1979, beschreibt die amerikanische Autorin Joan Didion auch die psychischen Probleme, die ihr in den turbulenten 1960er-Jahren in Los Angeles,  zu schaffen machten.  Ihr Arzt habe ihr, schreibt Didion, geraten „ein einfaches Leben“, zu führen, wenngleich er nicht sagen konnte, ob es ihr helfen würde und wie. Es schien einfach ratsam.
Didions Prosa-Band gehört zum Besten, was ich 2006 (wieder)gelesen habe, und seither denke ich über das „einfache Leben“ nach. Ein einfaches Leben: Das hat so eine klare, saubere Poesie, die würde man gern ins eigene Leben einbringen.
  Bloß, wie macht man das. Kann man das lernen oder geht das so? Was wär dafür zu opfern: Dinge? Gewohnheiten? Vorstellungen? Ideale? Und ... weiter lesen ...
23.12.06

Lassen wir es, wie es ist

| Comments (0) | 12/06 | Kurier-Kolumne

Die Themen suchen sich die Zeit oft schlecht aus; so kurz vor Weihnachten würde ich gern was  Besinnliches, Versöhnliches schreiben. Halt, versöhnlich geht: Diese Woche und diese  Kolumne waren von Kindergelddebatten und Einkommensbericht dominiert, und ich verzürnte die Hausfrauen. Die Wut ist  groß, und das tut mir leid:   Ich wollte niemanden beleidigen oder verletzen, ich entschuldige mich.
Nein, ich will keine Gräben zwischen Frauen und Müttern, Hausfrauen und berufstätigen Müttern aufreißen. Ich will darüber reden. Ich will... Vorschlag. Spielen wir ein Denkmodell durch, das Modell Lassen-wir-doch-alles-wie-es-ist.
 Lassen wir es doch, wie es ist. Fordern wir nicht ständig Utopisches, ... weiter lesen ...
22.12.06

Wie man Eltern glücklich macht

| Comments (0) | 12/06 | Falter-Kolumne

Also heuer hab ich mir gedacht, machen wir doch Weihnachten mal meine alten Eltern glücklich. Obwohls enorm unalte Eltern sind, von der Sorte energetischer Pensionisten, die selbst für das Adjektiv „rüstig“ zu übermütig sind, pro Tag 30 Kilometer wegradeln, im Durchschnitt, bei der Schwester am Bau mithelfen und nebenbei noch die Buchhaltung vom kleinen Bruder erledigen. Trotzdem: Die Natur hat es so eingerichtet, dass am Heiligabend Eltern ihre Kinder und Großeltern ihre Enkel um sich scharen wollen, im Elektrokerzenschein, das ist Glück, oder. Also hab ich mir heuer gedacht, machen wir doch mal meine alten Eltern glücklich, fahren wir doch mal drei Tage früher raus, verbringen wir doch mal den Heiligabend bei ihnen, das erste Mal seit ewig. Und sonst sind die am Heiligabend ja immer allein.
  Wie ich das dem Langen mitteile, machen seine Mundwinkel naturgemäß keinen Hopser, was nicht am Verhältnis des Langen zu seinen Schwiegereltern liegt, sondern am Verhältnis des Langen zu Humanoiden aller Art. Je weniger davon um ihn sind, desto besser; am ... weiter lesen ...
21.12.06

An die Arbeit, Frauen

| Comments (0) | 12/06 | Arbeit & Wirtschaft

Gut, die Sache mit der selektiven  Mutterverblödung in meiner gestrigen Kolumne war ein bisschen flapsig formuliert, denn, aufgepasst, es gibt viele blitzgescheite, geistig hellwache Hausfrauen. Zu denen gehörte ich nicht, denn von der Zeit, in der ich  daheim bei den Kindern war, profitieren die Wohnungshygiene,  meine Kochkünste (ich sagte ja: selektiv)  und meine Sauerstoffsättigung, aber meine geistige Fitness nicht.   Gilt nicht für alle,  klar. Und es mag auch, wie Ernst M. schreibt,  anspruchsvoller sein, ein „erfolgreiches kleines Unternehmen“ namens Familie zu führen, als Waren in eine Supermarktkassa zu scannen. Allerdings übersieht Herr M., wer an den Supermarktkassen sitzt und warum: häufig sind das nämlich Mütter, die  Teilzeit arbeiten, weil sie sich zusätzlich um ... weiter lesen ...
20.12.06

Konsens oder nicht

| Comments (0) | 12/06 | Kurier-Kolumne

Das Kindergeld, so wie es ist, hält die Frauen daheim, das ist mittlerweile Konsens. Natürlich finden das nicht alle schlecht.  Frauen, die zu Hause sind, belasten nicht den Arbeitsmarkt. Frauen, die zu Hause sind, ermöglichen es einzelnen Bundesländern, ihre Kinderbetreuungsangebote auf 50er-Jahre-Niveau zu halten. Frauen, die zu Hause sind, ermöglichen es ihren Männern, sich um Wichtigeres zu kümmern als den Abwasch.
Aber Frauen, die zu Hause bei den Kindern bleiben, machen sich halt auch vom erwerbstätigen Partner  abhängig (bis auf jene Sparkünstlerinnen, denen es tatsächlich gelingt, mit 436 Euro Kindergeld Unterkunft und Familie zu erhalten). Sie verlieren den Anschluss an ihre Arbeit und bleiben in ihrer Qualifikation hinter ihren Kollegen zurück. Sie verbringen alle Tage mit kleinen Kindern und anderen Frauen, die alle ... weiter lesen ...
19.12.06

Glücklich in der Aida

| Comments (0) | 12/06 | Kurier-Kolumne

Kürzlich saß ich mit den Kindern in einer Aida-Konditorei und war dort glücklich. Erstens wurden die Kinder von der Serviererin nett und höflich behandelt, worauf sich auch die Kinder nett und höflich benahmen, also weder den Kakao quer über den Tisch schütteten, noch herumschrieen. (Ich bemerke übrigens einen Zusammenhang zwischen nervösen Kellnern und nervösen Kindern; je gestresster der Ober über die Präsenz Minderjähriger, desto höher die Kakaoüberflutungsgefahr.)
Zweitens ist die Aida wie immer merkwürdig schön, und zwar obwohl dort offenbar ein wenig erneuert und aktualisiert wurde, zum Beispiel sind die Schürzen der Kellnerinnen und billig, das gilt für das Design genauso wie für die Kampagnen; und vor allem das Grün.
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19.12.06

Haus des Schreckens

| Comments (1) | 12/06 | Falter-Kolumne

Eines der Probleme, die aus dem totalen Kinder-TV-verzicht resultieren: man kann den Kindern nicht mehr mit Fernsehverbot winken, wenn. Oder wenn nicht. Die Erpressung mit drohendem Privilegien-Entzug muss also substituiert werden, und mit was, mit Belohnung für wenn nicht. Oder für wenn.
  Zum Beispiel könnte ein Kind Gefallen am Rülpsen finden, und weil eine rülpsende Vierjährige im Moment putzig und überhaupt nicht wie eine Person wirkt, die das Rülpsen, kaum dass sie es perfekt beherrscht, zu einer Vollbeschäftigung macht, wird ihr von ihrer dummen Mutter beigebracht, wie sich die Sache man mit einem bisschen Luftgeschlucke optimieren lässt. Natürlich bereue ich das in der Minute. Seit ich Kinder habe, bereue ich ständig, zum Beispiel, dass ich ihnen das Sprechen beigebracht habe. Jedenfalls rülpst das Kind dann den ganzen Tag, obwohl es selbst weiß, dass das umhöflich ist; dass das umhöflich, ist hat es im Kindergarten gelernt, aber es hat auch schon gelernt, dass die Regeln, die im Kindergarten gelten, nicht zwingend auch zu Hause gelten müssen. Es rülpst also und rülpst in einer Frequenz, die selbst Eltern überfordert, die in ihrem früheren Leben einer Religion anhingen, in der es als normal galt, periodisch auf ... weiter lesen ...
17.12.06

Arm, aber blöd

| Comments (0) | 12/06 | Kurier-Kolumne

Kaloriat: Da hat sich wieder jemand, offenbar bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, ein schönes Wort ausgedacht. Bezeichnen tut es eine übergewichtige Unterschicht, die zusehends zum gesundheitspolitischen Problem wird. Wie das deutsche Robert-Koch-Institut in einer Studie ermittelte, seien Kinder armer, ungebildeter Eltern drei mal so oft dick oder tatsächlich adipös, also fettsüchtig, also krank. 
  Und zwar, weil sich ärmere Leute, das meint jedenfalls die FAZ,  aus dem Verzehr von Chips und Burgern ein schnelles Glücksgefühl zapften, denn es ... weiter lesen ...
15.12.06

Sie haben ja so Unrecht!

| Comments (0) | 12/06 | Kurier-Kolumne

Vor einiger Zeit vertrat ich die Idee, Kinder doch lieber ohne TV und Computerspiele  aufwachsen zu lassen.
 Sicherheitshalber spannte  ich schon mal den inneren Schirm auf, gegen das Unwetter, das die Leser zweifellos auf  mich herunterprasseln lassen würden. Da hatte ich mich aber getäuscht. Und zwar wie.
„Ganz Ihrer Meinung!“ schrieb Frau W., „Danke für Ihren unpopulären Beitrag“, meinte Herr H.,  „Bravo!“, rief Frau Sch. und „Sie haben ja sooo recht!“ Frau V.  Frau B. und Frau K. berichteten von positiven Erfahrungen mit dem TV-freien Aufwachsen ihrer  Kinder, Herr J. konnte meinen Ansichten viel abgewinnen, Frau T. freute sich über deren Deckung mit den ihren, Frau A., Herr Sch. und Herr P. teilten

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14.12.06

Wirdschowern, oder

| Comments (0) | 12/06 | Kurier-Kolumne

Allmählich dürfte die  Zahl der Österreicher, die  ernsthaft auf eine neue Regierung vor Weihnachten hofft, ungefähr mit jener kongruieren, die ans Christkind glaubt.  Auch die Frage „Was machen die eigentlich die ganze Zeit?“ taucht immer seltener auf, der gelernte Hiesige gesteht auch  Regierungsverhandlern  diesen typisch austriakischen Hang zum Laissez-faire und Wirdschowern zu. Der Eindruck verdichtet sich, dass es eh nicht so wichtig ist, wann eine neue Regierung steht und wie die  ausschaut; ist ja alles irgendwie eins.
 Ist es nicht, wie man gerade überdeutlich auf den KURIER-Bildern jener Babys sehen

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13.12.06

Alle mitmachen!

| Comments (1) | 12/06 | Kurier-Kolumne

Heuer verzichten 80 Prozent der britischen Unternehmen auf Weihnachtsfeiern, 74 Prozent verbieten Weihnachtsschmuck: muslimische Mitarbeiter sollen nicht mit christlichen Ritualen  vergrätzt werden.  Dass man aus Rücksicht auf die Gefühle der muslimischen oder jüdischen Kollegen Weihnachten auslässt: das ist hier eher unvorstellbar.
  Dabei ist Idee, sich eine gewisse Sensibilität im Umgang mit den Gepflogenheiten anderer Religionen anzueignen, an sich nicht übel. Allerdings ist die Abschaffung der  ... weiter lesen ...
10.12.06

Außer Autofahren

| Comments (2) | 12/06 | Kurier-Kolumne

"Die Menschen, die mit dir leben, die dich lieben: Das ist deine Familie.“ Das sagt der 19jährige Cooper, der mit zwei Müttern aufgewachsen ist; einem lesbischen Paar, das sich seinen Kinderwunsch mit Hilfe einer Samenspende erfüllt hat. Meistens sendet MTV nur noch Füllmaterial  zwischen Klingelton-Reklame, aber manchmal ist der Musiksender so gut, dass man gefesselt davor sitzt:  wie am Donnerstag, am Abend des MTV-„Gay Day“, an dem  sich alles um Homosexualität drehte.
 Die Doku-Serie „True Life“ zeigte das Leben von Kindern gleichgeschlechtlicher Paare: Drei normale amerikanische Teenager, in normalen Teenager-Situationen: Die 17jährige Aidan, Tochter eines lesbischen Paares, braucht ein Kleid für ihren Abschlussball. Die 18jährige ... weiter lesen ...
08.12.06

Oder schlafen gehen

| Comments (2) | 12/06 | Kurier-Kolumne

Der „Club 2“ war, wer das Alter hat, sich zu erinnern, eine ORF-Diskussionssendung, die ihre besten Zeiten in einer Epoche hatte, als es noch kein Privatfernsehen gab. Das, und der Umstand, dass die junge Nina Hagen  im „Club 2“  einmal vorgezeigt hat, wie man masturbiert, führt bis heute dazu, dass der selige „Club 2“ gottgleiche Verehrung erfährt.  Der „Club 2“! Das war noch was.
 Tatsächlich war der „Club 2“, und ich hab das Alter, mich zu erinnern, in fünf von zehn Fällen so fad, dass einem die Füße einschliefen, was natürlich immer noch eine Spitzenquote ist,  im Vergleich zu „Offen  gesagt“, bei dem einem während elf von zehn Sendungen die Füße einschlafen. Und anderes. Das ist der eine Grund, wieso sich so viele Menschen an ... weiter lesen ...
07.12.06

Das Gedächtnis des Körpers

| Comments (1) | 12/06 | Falter-Kolumne

Großes, dramatisches Gehtsdirnoch, Jetzthatsdichaberkomplett plus extensives Vogelgezeige nach der letzten Kolumne. Bei der Glockenmarkt-Eröffnung* wurde ich tüchtig verlacht, der Freundeskreis ist genervt wegen der gestörten Kochangeberei und aufgebracht wegen meines Feldzugs gegen fernsehende Kinder; spinnst denn du, du gräbst uns doch die letzten Ruhe-Reserven ab, was soll jetzt plötzlich schlecht sein an pädagogisch wertvollem Kinder-TV. Das: dass ich pädagogisch wertvolles TV zwischenzeitlich für eine Contradictio in adjecto halte. Und dass ich finde, es könnten ruhig wieder mal ein paar frische Mindeststandards eingezogen werden, und wenn die bitte in meiner Umgebung nicht allzu offensiv unterschritten wü... Ja, ich halt eh schon mein Maul.
   Mit meiner Kocherei aber liege ich, wie mir die „Zeit“ diese Woche bestätigt, im Trend, denn „das Bürgertum“, so steht dort geschrieben, „inszeniert sich heute an seinen Herdplatten“. (So fertig bin ich, dass ich mich mittlerweile vom Begriff „Bürgertum“ erfasst fühle.) Die „Zeit“ hat ein gutes ... weiter lesen ...
07.12.06

Dann halt heimlich

| Comments (0) | 12/06 | Kurier-Kolumne

Die Frage ist, ob es einen Sinn hat, sich dagegen zu stemmen. Und wenn ja, welchen. Und ob es, da der Druck von Unternehmern und Verbrauchern zweifellos zunehmen wird, nicht besser wäre, sich um optimale Rahmenbedingungen für die Mitarbeiter zu kümmern, anstatt so zu tun, als ginge das Österreich gar nichts an.
 Mitte November, rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft, fiel in Berlin der  Ladenschluss. An Werktagen gilt: Wer offen halten will, hält offen; wann er will, so lange er will. An Sonntagen gelten die alten Regelungen, zehn  Sonntage im Jahr ausgenommen.  Der Rest von Deutschland folgt.
 Österreich folgt auch, aber heimlich. In Salzburg zum Beispiel werden, wie die SN berichten, für zahlungswillige Touristen auch Sonntags die Geschäfte aufgesperrt: Die Rezeptionen der vier- bis fünf-Sterne-Hotels führen  Listen von Läden, die willig sind, ... weiter lesen ...
06.12.06

Wem gehört das Grün?

| Comments (0) | 12/06 | Kurier-Kolumne

Nicht alle Anrainer waren prinzipiell dagegen, als bekannt wurde, die Wiener Sängerknaben planten einen eigenen Konzertsaal im Augarten. Das Parkplatzproblem, ja: aber was man von dem Projekt in Zeitungen sah, wirkte zumindest architektonisch interessant. Zudem liegt der Augartenspitz, Ecke Castellezgasse/Obere Augartenstraße, praktisch brach: aus den  oberen Etagen der Anliegerhäuser sieht man  Parkplätze, Gestrüpp, einen Wassertank. Von unten nicht: Parkbesuchern ist der Spitz verschlossen.
Ein 430-Plätze-Saal hätte  also auch eine Öffnung des Spitzes für alle bringen können: der ließe sich ja  auch  für anderes nutzen, als nur für Sängerknaben-Konzerte.
 Einige der Anrainer gingen also letzte Woche offenen Herzens ... weiter lesen ...
04.12.06

Neues vom Kulturtechniksektor

| Comments (2) | 12/06 | Falter-Kolumne

Meine Verwinterung schreitet fort. Weil Sonntag ist, habe ich mit den Kindern Kekse gebacken (harte Sache, immer noch, und das bezieht sich nicht auf die Kekse). Rindfleisch in Rotwein und Knoblauch geschmort, für Montag, wenn die Horvaths und die Breusses nach dem Kindergarten kommen, dazu, thanks to „Babette´s“-Chefin Nathalie Pernstich und ihrem suprigen neuen Kochbuch „Schummelküche“ (avbuch), eine pipifeine Angeber-Hühnerleber-Paté, nur so als Vorspeise. Genauer: Nur so, mit etwas Weißbrot, als Nachmittagshappen zu den selbst eingelegten Balkontomaten, für die zwei Stunden, in denen die Eltern sich fürs richtige Essen warmmachen, während die Kinder... Ich möchte noch gar nicht daran denken, was die Kinder wieder vorzeigen weden. Der Breuss-Bub geht gerade durch eine ziemlich monomanische Epoche, eins meiner Kinder regrediert bei jedem Widerstand zum Schluchz- Baby: die Werdarfwas- und Wermitwem- und WeristderBestimmer-Agressionen bergen für das Publikum ein ähnliches Begeisterungspotential wie die Koalitionsverhandlungen. Das ist es, was mit Speisen und Fürs sonntägliche Familienessen bastle ich dann noch ein paar Ravioli mit
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