Doris Knecht
| 01/07
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| Kurier-Kolumne
Andererseits war Karin Gastinger eine gute Justizministerin, die Wichtiges geschafft hat, von der was bleibt; und die hatte davor mit Justiz auch nur am Rande zu tun. Was war die nochmal, bevor sie Justizministerin von Österreich wurde? Leiterin der Abteilung für Wasserrecht in Kärnten, richtig. Dass Ministern ihre künftigen Agenden nicht schon in die Wiege gelegt wurden, ist also nicht zwingend von Nachteil.
Dennoch ist der Einwand jenes Mitglieds der Offiziersgesellschaft Vorarlberg gerechtfertigt, das verzürnt auf einen Verteidigungsminister reagiert, der einst seinen Wehrdienst durch Zivildienst ersetzte. In einem offenen Brief an die Zeitungen gibt der Mann zu bedenken, dass Verteidigungsminister Norbert Darabos damals noch aus „Gewissensgründen“ den Dienst an der Waffe ablehnte, es also mit seinem Gewissen nicht vereinbaren konnte, eine Waffe in die Hand zu nehmen. 24 Jahre später hat er kein Problem damit, ein ganzes, bewaffnetes Heer zu leiten. Zu seiner eigenen Verteidigung könnte Darabos jetzt anführen, dass er das unbewaffnet zu tun gedenkt, damit wäre die Sache nach Art der Sozialdemokratie 2007 irgendwie hingebogen.
Aber jetzt, wo die Sozialdemokraten erneut an der Macht sind, gilt halt auch wieder, was Bruno Kreisky einst scherzte: „Die Rache der Geschichte an jungen Revolutionären besteht darin, dass sie in späteren Jahren mit Frack und Orden zum Opernball gehen müssen.“ Manche erwischen es noch schlechter und müssen ein Heer verteidigen.
Andererseits war der frühere Infrastrukturminister ein begeisterter Autofahrer, und was hat er geschafft? Eine Tempo-160-Rennstrecke. Hurra. So gesehen gereicht zu viel in die Wiege gelegte Hingabe zur ministeriellen Materie dem Amt nicht zwingend zum Vorteil.
ich finde ja, dass ein ehemaliger zivildiener als verteidigungsminister der gerechte ausgleich ist für den frauenminister haupt, den alle frauen vor jahren ertragen mussten....