Doris Knecht
| 01/07
| Arbeit & Wirtschaft
| Kurier-Kolumne
| Stadt/Land
Gegen Orkane mögen wir machtlos sein, gegen keinen Schnee sind wir es nicht. Gegen keinen Schnee können wir etwas unternehmen, denn der Schnee nährt in Österreich ganze Landstriche, wir leben vom Schnee, wir brauchen den Schnee. Liegen muss der Schnee, Schirennen müssen darauf gefahren werden, die Welt muss im TV sehen können, dass man in Österreich beim Schivergnügen nicht auf die Natur angewiesen ist.
Die Natur machen wir uns, wenn nötig, selber, und fällt der Schnee nicht vom Himmel, schießen wir ihn aus Kanonen und schaufeln ihn auf liftuntauglichen Gipfeln zusammen, wo der Schnee ja völlig unbrauchbar herumliegt. Wir haben Bundesheersoldaten und andere Freiwillige, wir haben Hubschrauber, also fliegen wir den Schnee dort herunter, werfen ihn auf die aperen Hänge, das ist fast wie echtes Schneien, nur effizienter. Und dann Achtung, fertig, los, alle herschauen! Wir fahren Schi! Bei uns in Austria fällt nämlich Schnee!
Gut, auch der Strandtourismus läßt Volkswirtschaften blühen... Darüber sollten wir auch einmal nachdenken. Denn wenn wir fähig sind, grüne Hügel in Schigebiete zu verwandeln, wird es uns wohl gelingen, einen heimischen Ozean zu errichten, damit Österreich endlich am Meer liegt: Das wär ein Tourismus! Strandleben unten, Schihollareitulliö oben! Kann ja nicht so schwer sein! Die Mittel dafür haben wir doch, oder?
Und es würde, ta-da!, das Darabos-Problem lösen, denn wer wäre für die Ozean-Grabungen besser geeignet als die tüchtigen österreichischen Wehrdiener, und einen derartigen Einsatz befehl kann der Verteigigungminister mit seinem Ex-Zivildienergewissen tadellos vereinbaren. Grabt Männer! Grabt! Wenn die Natur nicht will, machen wir sie uns nämlich selber.
fast wie echtes Schneien, nur effizienter. Und dann Achtung, fertig, los, alle herschauen! Wir fahren Schi! Bei uns in Austria fällt nämlich Schnee!
Gut, auch der Strandtourismus läßt Volkswirtschaften blühen... Darüber sollten wir auch einmal nachdenken. Denn wenn wir fähig sind, grüne Hügel in Schigebiete zu verwandeln, wird es uns wohl gelingen, einen heimischen Ozean zu errichten, damit Österreich endlich am Meer liegt: Das wär ein Tourismus! Strandleben unten, Schihollareitulliö oben! Kann ja nicht so schwer sein! Die Mittel dafür haben wir doch, oder?
Und es würde, ta-da!, das Darabos-Problem lösen, denn wer wäre für die Ozean-Grabungen besser geeignet als die tüchtigen österreichischen Wehrdiener, und einen derartigen Einsatz befehl kann der Verteigigungminister mit seinem Ex-Zivildienergewissen tadellos vereinbaren. Grabt Männer! Grabt! Wenn die Natur nicht will, machen wir sie uns nämlich selber.