Doris Knecht
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Schreiben vom 7.2. 2007 „an die Mieter des Hauses 19., Krottenbachstrasse 122.
Betrifft: Hundehaltung.
Liebe Hundehalter und Tiefreunde! Die meisten Hundebesitzer befolgen gewissenhaft die gesetzlichen Regelungen in Bezug auf Hundehaltung. Leider gibt es immer wieder Grund zu Beschwerden und Unmutsäußerungen. Ein paar Richtlinien helfen, dem vorzubeugen und das Zusammenleben von Hundebesitzern und Nicht-Hundebesitzern zu erleichtern:
- Achten Sie darauf, dass Ihr Hund seine Notdurft nicht auf dem Gehsteig oder den Gehwegen des/des Wohnhaus/es/anlage, sondern im Rinnsal verrichtet.“
Es folgen drei weitere Punkte, Dank fürs Verständnis, und Hoffnung auf „Ihre Mithilfe, die Lebensqualität unserer Stadt für alle Bewohner zu erhalten! Mit freundlichen Grüßen, Ihre Hausverwaltung Stadt Wien - Wiener Wohnen.“
Danke, Leser D., für dieses schöne Schreiben, in dessen Licht die putzige Gackerl-Sackerl-Kampagne der Stadt Wien, durch die Wiener Hundehalter endlich begreifen sollen, dass es verboten und verantwortungslos ist, den Kot ihrer Hunde egal wo liegen zu lassen, nur noch wie Hohn wirkt. Die selbe Stadt Wien fordert die Gemeindebau-Hundehalter dezidiert dazu auf, ihre Hunde ins „Rinnsal“ koten zu lassen: Worunter das Österreichische Wörterbuch einen „schmalen Wasserlauf, dessen natürliches oder künstliches Bett“ versteht. (Vielleicht mit kleinen Brücken für kotfreies Queren mit Kinderwägen, Rollern und Rädern, was man auf Wiener Straßen aber eher selten vorfindet.)
Es ist also eine Aufforderung, Hunde auf die Straße scheißen zu lassen. „Nimm ein Sackerl für dein Gackerl?“ Davon ist in dem Schreiben nicht die Rede; nicht ein einziges Mal.