Doris Knecht
| 05/07
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| Schuld und Sühne
Nach Koch-und Deko-Dokusoaps sehen die Deutschen jetzt gerne Auswanderer-Geschichten. Was die Prophezeiung zulässt, dass auch bei uns bald Auswandererdokus wie „Mein neues Leben“ laufen werden, in denen Menschen versuchen, Ausland Fuß zu fassen. Weil das Geschäft nicht läuft oder gar keine Arbeit zu finden ist, suchen sie mit ihren Familien ihr Glück an einem anderen, besseren Ort.
Da kann man sehen, wie die Exilanten, ist ja normal, mit Bürokratie, Sprach- und Anpassungsproblemen zu kämpfen haben und versuchen, ihr neues Leben zu meistern, was nicht immer leicht ist. Aber nie wird in Frage gestellt, dass jeder seines Glückes Schmied sein kann, dass jeder die Freiheit hat, selbst zu wählen, wo und wie man sein Glück finden und maximieren will.
Und keine Idee davon, dass diese deutschen Familien - und bei den österreichischen wird es nicht anders sein-, wenn sie sich über die Jahre assimiliert, Existenzen aufgebaut, Steuern gezahlt, in Gemeinschaften, Arbeitsstellen, und Schulen integriert haben, plötzlich aus der selbstgewählten, hart erarbeiteten Heimat vertrieben werden könnten.
Was Glück-Suchern, die es in Österreich gefunden, sich hier neue Existenzen aufgebaut, Steuern gezahlt, Kinder geboren, sich assimiliert, integriert und eine neue Heimat gefunden haben, jederzeit passieren kann. Sie werden auseinandergerissen, abgeschoben, aus der Heimat verjagt. Im Namen des Gesetzes.
Immer mehr echte Österreicher sagen: Nicht in meinem Namen. Diesen Namen kann man jetzt unter eine Petition setzen, die die Grünen für ein faires, menschenwürdiges Bleiberecht initiert haben: www.dahamisdaham.at.
Mögen es viele werden.