Doris Knecht
| 07/07
| Kurier-Kolumne
Zwei wichtige Jubiliäen prallen dieser Tage aufeinander: Zum 30. Mal jährt sich der Tag, an dem der amerikanische Schnell-Bräter McDonalds den Österreichern den ersten Burger verfüttert hat, zum 60. Mal jenes Datum, an dem Arnold Schwarzenegger zum ersten Mal den Saund des steirischen Idioms vernahm.
Die Wechselwirkung dieser gleichermaßen invasionären Ereignisse ist offensichtlich: Die Amerikaner schickten uns die gebratene, plattgemachte Kuh zwischen zwei halben Weckerln, wir ihnen eine Eiche auf zwei Beinen, die mittels Über-Brat-Technik alles plattmachte. Die Amerikaner zeigten uns, wie man ohne körperliche Strapazen die Oberarmplastik (und den Restkörper) mit Eigenfett maximiert, Arnold strapazierte die Körper filmböser Amerikaner (und Unamerikaner) maximal kraft seines plastischen Oberarms.
Die Amerikaner brachten uns bei, wie man Menschen durch Totaleinsatz von Stanitzln voller fettiger Pommes in lebende Birnen verwandelt, Arnie zeigte den Amerikanern, wie man, auch behelfs steirischer Äpfel, zum totalen menschlichen Stanitzl wird. McDonalds lehrte uns, wie man die individuelle Herstellung gemeinsamer Mahlzeiten und deren Verzehr in privaten Räumen durch schnelle aushäusige Verpflegung ersetzt, Arnold Schwarzenegger verzehrte.... hm, da reißt mir jetzt die Assoziationskette ab.
Aber beide setzen nun zur Weltoptimierung auf die Steirerfabe Grün: Gouverneur Schwarzenegger möchte Kalifornien zum grünsten Bundesstaat der USA machen, McDonalds die horizontale Expansion des Individuums mit grünem Salat und anderem Gesundangebot stoppen. Steirische Äpfel sind, vermute ich mal, auch dabei.