Doris Knecht
| 11/07
| Kurier-Kolumne
Genau ein Monat noch bis Weihnachten. Der Kollege H. erinnert daran, er steht in meinem Büro und wir führen eine eher konventionelle Weihnachtskonversation: Was wir den Kindern schenken und wie wir die Feiertage zu verbringen (beziehungweise: überleben) trachten und so weiter und so fort, das saisonal übliche Geplauder halt. Während wir so reden, wird uns – das hat natürlich eher minimalen Neuigkeitswert – recht deutlich bewusst, dass Weihnachten für alle, außer für die Kinder, immer nur ein Riesenstress ist und man sich nur eins wünscht, nämlich, dass es endlich vorbei sei.
Jetzt haben der Kollege H. und ich beschlossen, dass wir es heuer anders machen: heuer finden wir Weihnachten prima. Heuer genießen wir Weihnachten, den gesamten Advent und jeden einzelnen Feiertag.
Wir freuen uns auf den Körperkontakt in den Einkaufsstraßen und die Möglichkeit, mit netten Fremden ins Gespräch zu kommen, denen wir im Spielzeugladen ritterlich das letzte Playmobil-Piratenschiff aufdrängen werden. Endlich hören wir wieder „Last Christmas“ und „Felice Navidad“! Wir freuen uns auf Weihnachtsfeiern und Punschereien. Ich freue mich auf das Adventkranzbinden und darauf, jeden Abend mit den Kindern bei Kerzenschein altmodische Lieder zu singen. H. freut sich auf den Bastelnachmittag im Hort und hat herzliches Verständnis für die Absagen der Handwerker, denen es vor Weihnachten leider nicht mehr möglich ist, die verabredeten Arbeiten zu verrichten: schon okee!
Der H. und ich, wir werden dieses Jahr mit sooo einem Lächeln auf den Heiligabend zu- und durch ihn durchschweben: Heuer wird Weihnachten nämlich extrem wunderschön.