Doris Knecht
| 11/07
| Kurier-Kolumne
Erstens: Es heißt nicht Zweierlinie. Leser Dieter H. wünscht, dass endlich damit aufgehört werde, den Außenring zwischen Rathaus und Linker Wienzeile Zweierlinie zu nennen. Und zwar, weil die namensgebenden und ehedem dort verkehrenden Straßenbahnlinien 2E, 2E und 2G das dort schon seit Jahrzehnten nicht mehr tun. Ein Ortsunkundiger habe bitte keine Ahnung, wovon hier gesprochen werde. Herr H. richtet diese Aufforderung nicht nur an mich, sondern vor allem auch an den Verkehrsfunk. Jawohl.
Zweitens: „Schmidt & Pocher“ ist überhaupt nicht gut. Harald Schmidt allein war schon länger nicht mehr besonders toll, aber mit Oliver Pocher ist es jetzt wie Stefan Raab für Gebührenzahler und Tagesschauer und ungefähr so brillant wie ein Eierbrikett.
Drittens: Meine Glückseligkeit ist offenbar nur eine Zuckerlbreite entfernt. Ich muss nur von diesem Stuhl aufstehen, in den nächsten Laden marschieren, ein Kräuterzuckerl erwerben, bisschen lutschen und schon kommt „Ruhe und Entspannung in ihre Welt“. Also in meine; verspricht jedenfalls eine TV-Reklame
Sofort brauch ich dieses Wunderzuckerl, das offenbar bewirkt, dass mein Telefon nicht mehr klingelt, die Kinder nicht mehr streiten, die Waschmaschine sich repariert, das Geschirr den Schmutz selbst von sich wirft, die Rechnungen bezahlt sind, Weihnachten nicht vor der Tür steht, die Autoalarmanlage vor dem Haus nie mehr losheult und meine Nacken-Verspannung sich wie Zuckerwatte auflöst. (Der Masseur: „Macht Ihnen diese Betonplatte in Ihrem Nacken eigentlich keine Probleme?“ „Nicht solange Sie nicht darin herumbohren.“) So einfach ist das Leben, ich habe es bisher nur nicht gewusst.