Doris Knecht
| 01/08
| Kurier-Kolumne
Heute: Ein paar gefundene Hochlichter der vergangenen Tage.
1. Wunschkennzeichen der Woche. Ein britischer Geschäftsmann erwarb die Nummerntafel „F 1“ für umgerechnet 500.000 Euro. Es kann der Mensch ja nicht immer nur Immobilien oder Kunst oder gutes Gewissen kaufen; es muss auch einmal etwas Praktisches sein.
2. Begründung der Woche. Die tüchtige neue Opernball-Gastgeberin, schöne H.O.M.E-Chefin und elegante Bankiersgattin Desiree Treichl-Stürgkh durften wir in den letzten 12 oder 24 Monaten in grob gefühlten 7000 Preis-auf-Anfrage-Prinzessinnenkleidern bewundern: In allen dafür geigneten Medien Österreichs, immer wieder auf dem Titelblatt ihres eigenen Magazins, sowie bei Modeschauen, Wohltätigkeitsveranstaltungen und Bällen. Nun präsentierte sie dem Freizeit-KURIER ihr herrliches Opernball-Kleid aus Duchesse-Satin, denn, so Treichl-Stürgkh, ihr Wunschmaterial Mousseline wäre nicht „medienpräsent“ genug gewesen. Den Designer Franz Blumauer aber hat sie aus folgendem betörenden Grund ausgewählt: „Er exponiert sich nicht medial.“
3. Innovation der Woche. „Die Bar wurde als Ort der Begegnung konzipiert“, sagte auf ARTE Innenarchitekt Vincenzo de Cotiis über die Bar im von ihm neu ausgestatteten Mailänder Hotel Straf. Boah. Das ist einmal etwas komplett Außergewöhnliches für eine Bar.
4. Werbeplazierung der Woche. Zwischen den Krokodilpenis-, Lebendwürmer- und Maden-Leckereien der Dschungelshow-Berichterstattung in Online-NEWS warb ein heimischer Tiefkühlkost-Produzent mit seinem Slogan. Selten hatte die Aufforderung „Iss was Gscheit’s“ mehr Sinn.