06.02.08

Massive Transistions

Doris Knecht | 02/08 | Kurier-Kolumne

Mein absoluter, uneinholbarer Lieblingssatz der Woche: „Weißt, wir können den Park schon shredden und im Powder sind wir auch eine eigene Institution, aber so massive Transitions fahren wir einfach kaum.“ Weil Sie sich fragen: Hier erklärt der Snowboarder Rudi Kröll auf fm4.at, wieso er beim „Air & Style“-Contest in Innsbruck vergangenes Wochenende den Einzug ins Finale verpasst hat.
Von den Snowboardern könnten die Autoren von zweien meiner drei aktuellen LieblingsTV-Spots in ihrem wackeren Bemühen um coolen und lockeren Jugendsprech noch etwas lernen.  Besonders im Spot mit der fetzigen Rockband,  die sich dann bei der Entblätterung im Backstageraum als rüstige Rentner-Partie entpuppt. Weil wie bleiben Senioren so ure frisch? „Fleisch bringt’s“. Endskrass, AMA!
Aber nicht nur Fleisch bringt’s total, auch „Der Bilanzbuchhalterkurs hat’s voll gebracht!“ Und den hat die vor Beförderung juchzende Gattin eines vor Freude darüber  radioaktiv strahlenden Herrn bei Humboldt gemacht. Bravo.
Der Spot für www.tischler.at dagegen bemüht sich um eine unmissverständlich Bild-Text-Kohärenz: Ein nicht mehr ganz junger, aber ganz nackter Herr betritt ein Lokal und verstört dort die Menschen, und warum? „Lern was Gscheit’s! Damit du später nicht nackt da stehst.“ Ach so, aber klaro!
Die Lieblingsbeurteilung der Woche stammt einmal noch vom Opernball. Beziehungsweise der  Ankündigung seiner Übertragung durch Moderator Alfons Haider: „Wir sind ja schon ein bewährtes und charmantes Team.“ Dieser Einschätzung schließt sich vollinhaltlich an,
Ihre  brilliante und bildschöne Kolumnistin D. K.
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