Wollen wir noch einmal im Themenkreis „Frauen und Fußball“ herumtrampeln. Denn meine erneute Provokation hat nun doch zahlreiche Leserinnen zu einem Bekenntnis zum Runden veranlasst, während mir mehrere stolze Leser ihre Frauen, Töchter und Mütter als Fußballexpertinnen anempfahlen. Hurra! Oskar T. etwa schreibt, aha, wieder einmal eine Ihrer typisch stereotypen EURO-Kolumnen, und er wolle bitte anmerken, dass „sich in meinem Freundschafts- und Bekanntenkreis zahllose (in diesem Sinne von sehr viele) Frauen befinden, die sich mit diesem Sport und seinen Begleiterscheinungen beschäftigen.“ Wahrscheinlich seien „diese Frauen und ich in dem von Ihnen gezimmerten Fußballweltbild jetzt nur die Ausnahme, die die Regel bestätigt, aber das ist ja vielleicht auch etwas wert.“
Jaaa! Ist ja gut! Ich erkenne meinen Irrtum! Plus, ich bin ja selbst mit einer Kindergärtlerin verwandt, die fraglos dereinst im Mädchen-U21-Team von Bayern-München oder so spielen wird. (Haben die Rapid oder die Austria eins? Eben. Also bitte diesmal keine zornigen, regionalpatriotischen Anwürfe, so wie unlängst, als ich das über die Maßen entsetzliche und unter unvorstellbaren Strafen verbotene Wort Stuhl verwendet habe: Ja, vierteilt mich! Trotzdem, werter Leser Christian B., es lebt nun einmal nicht jeder Österreicher in Gegenden, in denen einem ausschließlich Sessel angeboten werden: Mancherorts sitzt man auch auf Stial und uf Stüüal.)
Aber es gibt immerhin, worüber mich Leser Walter L. zum Zwecke der Zurechtrückung meiner Wadln informiert, eine Jugendtrainerausbildung, die seine Tochter, ein glühender Rapid-Fan, eben abgeschlossen habe: Na bitte, geht doch, wird doch.