Doris Knecht
| 07/08
| Kurier-Kolumne
Leserin Helga A. schickt ein empörtes Mail auf meine Straßenquerungskolumne von letzter Woche, in der eine Kollegin auf einem Zebrastreifen zweimal beinahe überfahren worden wäre, u.a. von einem Polizeiauto. Frau A. nun schreibt: Sie! Es gibt gar keinen Zebrastreifen in der Auhofstraße Höhe Bossigasse! Und dass ich mich bei den Autofahrern entschuldigen soll! Die Kollegin reagiert auf das weitergeleitete Mail zerknirscht, weil, krawutzi, das stimmt. Es war die Hietzinger Hauptstraße, auf der ihr das passiert ist, sie hat das im Zuge ihrer Irritation verwechselt: Aber geschehen ist es; weshalb ich, nichts für ungut, Frau A., die Autofahrer-Entschuldigung lasse.
Auch die Wiener Linien korrigieren mich. Hin und wieder kaufe ich einen Handyfahrschein, was, so lernte ich es der Wiener-Linien-Website so geht: Man schickt an eine Telefonnummer ein SMS mit der Nachricht T*Single oder T*Day und darf dann 90 Minuten oder den ganzen Tag öffifahren. Dazu hat die Website einen „Tipp: Wer abkürzt, ist noch schneller! Kürzen Sie „Single“ mit „S“ und „Day“ mit „D“ ab.“
Danke, mache ich, weil kurz ist gut. Und ich erhalte auch gleich ein SMS mit folgender „INFO! Für Singletickets senden Sie bitte SINGLE, für Daytickets DAY. Herzlichen Dank!“ Was jetzt?? Kostet mich jedenfalls noch einmal 8,3 Cent, zu den 2,20 fürs Ticket und den 8,3 fürs erste SMS. Aber was, wenn ich nicht nachschaue, weil ich das SMS für den Fahrschein halte und zufällig kontrolliert werde? Bin ich dann Schwarzfahrer?
Leser Josef J. hat unlängst auf der KURIER-TV-Seite folgenden Satz ertappt: „Brenner (Josef Hader) ermittelt in Salzburg, der Gatte der Tochter der Salzburger Festspiele ist ums Leben gekommen.“ Der ist auch etwas zu kurz geraten.