Doris Knecht
| 07/08
| Kurier-Kolumne
Was wird nun eigentlich aus Andrea Kdolsky? Eineinhalb Jahre lang Promi gewesen; und jetzt das: Neuwahlen, und die Aussichten, hernach wieder Gesundheitsministerin zu werden, definitiv kläglich.
Was macht Frau Kdolsky, wenn sie nicht mehr vom Blitzlicht der Gesellschaftsfotografenkameras erhellt wird und keiner sich mehr für ihre Kleider, Schuhe, Männer und Lieblingsspeisen interessiert? Wenn sie plötzlich nicht mehr wichtig genug für öffentliche Neugier ist? Kein anders Mitglied dieses Regierungskabinetts kostete das Interesse an seiner Person aus wie Kdolsky: Selbst ihren Rückzug aus der Öffentlichkeit zelebrierte sie wie eine beleidigte Prinzessin.
Oder Sozialminister Buchinger: Wird er seine Midlifecrisis-Exerzitien (junge Freundin, großes Motorrad, große Haare) künftig ganz abseits der Öffentlichkeit fortführen müssen? Und was wird aus Frau Silhavy? Bevor irgendjemand den Namen der Frauenministerin richtig aussprechen konnte oder über ihre modischen Vorlieben philosophieren: schon wieder Geschichte.
Was macht Eva Steiner, nachdem sie zuvor jahrelang die bundeskanzlerische Eignung ihres Lebensgefährten propagierte, nach dessen Kurzregentschaft? Ehemalige Kanzlergefährtinnen haben es nicht leicht, Sonja Klima zeigt es uns wöchentlich. Wobei Klima besonders hart geext wurde: vom Ex-Kanzler und Ex-Mann. Apropos Ex: Was macht Gusenbauer im Oktober? Bzw: Wen interessierts?
Denn der 100.000-Watt-Scheinwerfer aus medialer Neugier an den nunmehrigen Ex-Promis schwenkt bald weiter auf frische Regierungsrookies. Frische Privatangelegenheiten; frische Affären, neue Faux Pas: fette Beute.