23.10.08

Geld oder Liebe

Doris Knecht | 10/08 | Kurier-Kolumne

Frau R.  steigt täglich bei der Station Kaisermühlen in die U-Bahn ein und  aus und wird momentan wieder täglich belästigt: Von Spendenkeilern, die dort in regelmäßig Abständen ihr Geschäft betreiben. Pro Juventute sei ihr aufgefallen, und besonders Greenpeace, schreibt Frau R.. Greenpeace ist ihr durch besondere Frechheit sogar so aufgefallen, das sie sich vor ein paar Wochen bei der Organisation beschwerte: „Erst nach nochmaliger Urgenz habe ich dann eine Reaktion erhalten“, schreibt Frau R.
Gestern wurde Sie erneut an der U-Bahn-Station von einem Greenpeace-Mitarbeiter angesprochen, und sagte: „Nein, danke“. Woraufhin der Mann gemeint habe: „Na, schaust eh so aus, als obsd nix für den Umweltschutz übrig hast.“
„Habe ich das notwendig?“ fragt Frau R., weiß die Antwort aber eh: nein, hat sie nicht. „Und es unterstreicht meine Einstellung, dass solche Aktionen nichts für den Umweltschutz tun.“
Natürlich brauchen Organisationen wie Greenpeace Geld, um ihre gute Sache finanzieren zu können. Und natürlich kommen die meisten Leute nicht von selber auf die Idee, ihnen etwas von ihrem Geld zu geben,  brauchen also einen Stupser. Aber das ist kein Stupsen mehr, das ist  aggressives Stoßen. Und  Gestoßene hegen für die Stoßenden  meist keine große Sympathie. Aber offenbar ist das der Preis, den eine  notwendige Organisation mit wichtigen Zielen wie Greenpeace für ein paar gelungene Keileraktionen zu zahlen bereit ist:  Dass viele andere  sie irgendwann nicht mehr lieb haben: Schmecks.
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  Doris Knechts neues Buch „Gut, ihr habt gewonnen. Neue Geschichten vom Leben unter Kindern“ ist soeben im Czernin Verlag erschienen.
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» 29.10.08 20:08
Frau Dr. Johanna Keil

Als ich einmal zum Beispiel einkaufen gegangen bin, bei uns im Ersten(das mach ich gern, um mir schoene sachen zu kaufen und natuerlich den Kurier, jeden Tag zwei Stueck einen fuer mich und einen fuer Dr. Karl Keil, meinen Ehemann). Da spricht mich tatsaechlich so ein Kerl an. Ich denk mir, der darf mich doch nicht einfach so anreden, das gibt es doch gar nicht! In aller Oeffentlichkeit, am hellichten Tage! Das gehoert doch verboten! Und dann will der auch noch ueber die Umwelt reden, dieser Kerl, aber ich wollte doch einkaufen gehen. Und ich sage ihm noch dass ich eh zwei Katzen daheim hab und daher schon genuegend involviert bin, in dieser Thematik. Aber das reicht diesem BEDRAENGER nicht er will, dass ich fuer seine Organisation spende. Wissens a grad ich, die jetzt einkaufen gehn wollte.
Und ich sag natuerlich nein, wieso sollte ich denn Geld hergeben ich bin doch nicht bloed, geld nehmen kann ich ja verstehen : ) : )na da haben sie schon recht Da haben sie schon Recht Frau Knecht. solche Spinnereien gehoeren verboten und wenn Greenpeace weiterhin Leute einfach so ansprechen laesst von diesen Keilern, dann wird sie niemand mehr lieb haben, weil ich hab sie nicht lieb und habe deswegen auch nicht mitgemacht. Da koennen sie sehen wie weit sie kommen ohne der Liebe, dann haben sie auch kein geld, deswegen haben sie den artikel so benannt?
oder moment mal das versteh ich jetzt nicht...ich glaub sie haben da einen kleinen Fehler in der Ueberschriftaber nur in der ueberschrift (und am schluss ein wenig)! Trotzdem bin ich ein grosser Fahn von ihnen und werde sie weiterhin lesen und meinen Freunden empfehlen.
Ihre treue Leserin Frau Dr. Johanna Keil

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