Doris Knecht
| 04/09
| Kurier-Kolumne
Auf die Gefahr hin, dass sofort wieder Körbe voller Abokündigungsdrohungen und anderen Watschen eintreffen, wage ich es, noch einmal meine Hand zu erheben: Bitte, ich möchte noch etwas zum Lehrer-Streit wissen. Doch, sicher, Herr Professor, Sie haben mir bereits klipp und klargemacht, dass ich mich nicht in Sachen einmischen darf, die mich nichts angehen und von denen ich nichts verstehe: Ja, ich habe jetzt eingesehen, dass 13 Jahre Schulbank, die Aufzucht zweier Schulkinder und die eingehende Lektüre der Konflikt-Berichte mich noch lange nicht dazu befähigen, über die Lehrer eine Meinung zu haben. Dafür möchte ich mich nachträglich ausdrücklich entschuldigen. Und ja, ich habe jetzt auch endlich kapiert, dass die Lehrer die einzige Berufsgruppe sind, die sich auch zu Hause mit ihrer Arbeit beschäftigt und sich vorbereitet.
Nein, eine Meinung habe ich sicher nicht mehr, ich erlaube mir nur, ganz schüchtern aufzuzeigen und eine Frage zu stellen: Entschuldigung, Frau Professor! Ich möchte nämlich unbedingt wissen:Wie spart man durch die Abschaffung der schulautonomen Tage etwas ein? Ich versuche meine Frage einmal mit einem ganz einfachen Rechenbeispiel zu verdeutlichen: Wenn ein Lehrer für einen Tag, an dem er 13 Äpfel dafür bekommt, dass er sich fortbildet, stattdessen 13 Äpfel dafür bekommt, Schüler zu unterrichten, wie viele Äpfel bleiben dann für die Frau Unterrichtsministerin übrig?
Lautet die richtige Antwort nicht: keine? Bitte, Herr Fesser, noch eine Frage: Sind nicht die einzigen, die etwas von der Abschaffung der schulautonomen Tage haben, die Schüler? Nämlich weniger Ferien? Sowie weniger fortgebildete Lehrer? Und, bitte, ich habe wirklich nur gefragt.
danke, ich finde dieses ergebnis ebnfalls: ruinös! für alle denen etwas daran lag, was zu verändern. verändert wurde nix, also freuen sich die gewerkschafterInnen. das ist zum kotzen.