3.06.09

Passen Sie halt auf

Doris Knecht | 06/09 | Kurier-Kolumne

An der Kreuzung  Josefstädter Straße / Bennogasse kracht es immer wieder. Kein Wunder, wie Leser Matthias C. meint: Aus vier Straßen queren Autos die Kreuzung in  drei Richtungen, dazu kommen drei Straßenbahnlinien. Eine  unübersichtliche, ungeheuer gefährliche Stelle: Vor allem für viele kleine Fußgänger, denn unweit dieser Kreuzung befindet sich die Volks- und Hauptschule Pfeilgasse. Und es gibt nur einen Zebrastreifen über die Bennogasse.
In der Früh regeln Polizisten die Kreuzung und zwar, wie Matthias C., Vater einer Pfeilgassen-Schülerin beklagt, in etwa einem Fünftel der Fälle auf der schulfernen Seite: Was bedeutet, dass die Kinder trotz Polizist von den Autos aus der Bennogasse, der Stolzenthalergasse und aus Gürtel-Richtung bedroht werden. Als seine Tochter anfing, allein zur Schule zu gehen, habe er, erzählt Matthias C., buchstäblich von Hinz zu Kunz telefoniert, um eine verlässliche Sicherung der Kreuzung zu erreichen; erfolglos. Er erfuhr nur, dass es im Ermessen der jeweiligen Beamten läge, wo die gerne regeln möchten. Matthias C. sprach darauf hin immer wieder die diensthabenden Polizisten an; meistens mit dem einzigen  Resultat, dass er angeschnauzt oder ignoriert wurde. (Manche  Polizisten bevorzugen überhaupt einen Standpunkt am Straßenrand: Mehrere Eltern berichten, wie manche Polizisten gelassen zuschauen, wie  Eltern sich mit ihren Kindern selber einen Weg durch den Frühverkehr bahnen.)
Letzten Mittwoch wurden an der Kreuzung drei Schülerinnen von einer Straßenbahn angefahren: es war schon neun Uhr und kein Polizist mehr da. Zwei der Kinder mussten ins Krankenhaus. Besser aufpassen?  Das genügt an dieser Kreuzung einfach nicht mehr.


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