Doris Knecht
| 11/09
| Kurier-Kolumne
Einerseits hat Frau R. letzte Woche wegen der Bahn einen Opernbesuch in Wien verpasst. Und wurde dafür in Wels, wo sie nach einem verspätungsbedingten Anschluss-Versäumnis wie immer völlig desinformiert wartete, auch noch von einem Schaffner ausgelacht: Haha, der Zug, der sie noch rechtzeitig nach Wien hätte bringen können, sei gerade an ihr vorbeigerauscht.
Andererseits ist die Odyssee der O.s endlich vorbei: die waren im August mit zwei kleinen Kindern und der Bahn nach Rumänien und zurück gereist; erinnern Sie sich? Am Rückweg hatte man sie an der ungarischen Grenze aus dem Zug werfen wollen, weil ein ÖBB-Mitarbeiter beim Buchen Mist gebaut hatte. Beherzte ÖBB-Schaffner hatten das verhindert, und so hatte der Zug Wien mit fast vierstündiger Verspätung erreicht. Seither hat Herr O. versucht, die ihm dafür zustehende Entschädigung zu erhalten. Und 12 Wochen später bekam er sie.
Wenn auch nicht von selber, und das nun wird vielleicht Leserin R. interessieren. Bernhard O. fand nämlich nach unzähligen ergebnislosen Telefonaten mit diversen ÖBB-Stellen eine Behörde, die für das Recht der ÖBB-Kunden kämpft.
Nämlich die Schienen Controll Gesellschaft, eine Schlichtungsstelle, die bei Kunden-Problemen mit der ÖBB eingreift und vermittelt. Und zwar so, dass man, wenn man dort anruft oder mailt, von freundlichen Menschen, die sich kümmern, zurückgerufen wird. ZU-RÜCK-GE-RU-FEN, bitte!!! Die Telefonnummer dieser außerordentlichen Behörde lautet 01 5050707/40, und sie hat auch eine Website (www.scg.gv.at) sowie eine Mailadresse: office@scg.gv.at.
Und die werden, das traue ich mich wetten, viele von der ÖBB bis aufs Blut gereizte Leserinnen und Leser gerne nutzen. Eben.