6.02.11

Neues vom gelben Zettel (3)

Doris Knecht | 02/11 | Kurier-Kolumne

Und Neues für den gelben Zettel: Denn nicht nur Sibylle H. möchte ULP mit konstruktiven Lösungsansätzen helfen, auch die Leserinnen und Leser des KURIER. Etwa Leserin Helga H. und Leser Z. Es steht auf der Benachrichtigung ja "Leider konnten wir Sie nicht zu Hause antreffen", womit ULP erstens das Problem an die Kundschaft zu delegieren trachtet: Wäre die während der Zustellung daheim gewesen anstatt sich herumzutreiben, müsste sie jetzt nicht in der nächsten Post-Filiale Schlange stehen, ätschibätsch, selber schuld.

Was allerdings zweitens meist nicht den Tatsachen entspricht, wie Sibylle H. (nachzulesen auf kurier.at ) herausfand. Weil es eben keine Rolle spielt, ob man zu Hause ist oder nicht, da größere Briefsendungen sowieso nicht zugestellt werden. Das von ULP vorgebrachte Argument, man könne nicht für jedes Problem einen eigenen Zettel anfertigen, lassen die Leser nicht gelten: Weil man die Benachrichtigungen nämlich mit dem total revolutionären Multiple-Choice -System ganz leicht optimieren könnte. Indem man darauf ein paar Möglichkeiten aufführt, mit kleinen Kästchen davor, von denen der Zusteller das Zutreffende nur anzukreuzen bräuchte, ungefähr so: "Wir konnten Ihre Briefsendung nicht zustellen, denn a) es regnet/schneit; b) die Sendung ist ur-schwer/unhandlich; c) Sie wohnen im dritten Stock ohne Aufzug und haben deswegen das Recht auf Zustellung verwirkt; d) Sie waren nicht daheim, selber Schuld."

Bitte, gern geschehen, ULP, das Honorar für unsere Mitarbeit überweisen Sie bitte an eine caritative Organisation Ihrer Wahl (nein, Post-Manager-Konten zählen dazu nicht). Das ULP-Beschwerde-Management reformieren wir dann im Lauf dieser Woche.

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