27.03.11

Und jetzt: Enthusisamus!

Doris Knecht | 03/11 | Kurier-Kolumne

Ryan Adams hat heute früh auf Facebook  gepostet: „Es ist nichts falsch daran, aus ganzem Herzen zu lieben. Entschuldigt euch nie für euren Enthusiasmus. Nie. Nie. Nie."  Ryan Adams  ist ein großartiger amerikanischer Country-Folk-Musiker (denen, die ihn nicht kennen, sei sein zeitloses Debüt-Album "Heartbreaker" empfohlen), und er kennt sich aus mit den schwierigen Aspekten der Existenz, Depression, Selbstmedikation, usw.
Was immer ihn auf die positive Seite des Lebens katapultiert hat, oder zumindest auf einen Standpunkt, der ihm erlaubt, die Dinge  aus einem optimistischen Blickwinkel zu sehen: sein Posting ist ein schöner Anlass es ihm gleichzutun.
Und an diesen ersten Sonntag des 2011er-Frühlings mit Enthusiasmus positiv zu denken und mit sonnigem Optimismus in die neue Woche zu schreiten.
In der Sicherheit dass dieser Wintereinbruch nur ein kurzer, dem schwierigen Jahreszeitenwechsel  geschuldeter Irrum war - so: sorry! Falscher Knopf! - und schon wieder vorbei ist.
In der Hoffnung, dass die Klospülung (das Dach, der kaputte Rücken, die verbrühte Hand, das Ofentürl, die Türklinke) irgendwie sich reparieren / repariert werden wird.
Und in der Zuversicht, dass der Abschiebungsstopp der sechsjährigen, schwerbehinderten Ani R. von Dauer sein wird, weil den Behörden die  Unmenschlichkeit ihres Vorgehens bewusst  und der Kleinen und ihren Eltern doch noch ein humanitäres Bleiberecht gewährt wird. (Morgen mehr dazu.) Denn wem, wenn nicht ihnen? Hoffen wir, enthusiastisch.


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