30.06.08

Tauschbörse "Mürbe Mütter, die wollen, dass es aufhört"

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VÖLLIG AKTUALISIERTE LISTEN! (wegen plötzlichen und massenhaften auftauchens verschlammter und vergessener tauscher...)

Wir brauchen:
 23, 31, 68,
103, 189,
220, 227, 230, 250, 276, 281, 

335, 385,
424, 
472,483, 495,
530

und

15, 28, 30, 32,, 55, 59, 99,
103, 106, 117, 123, 126, 
132, 143, 145, 163, 183,
210, 212, 224, 226, 227, 229, 230, 236, 239, 263, 281, 282, 285, 289,
302, 304, 309, 324, 330, 335, 359, 360, 361, 381, 385,
424, 444, 453,  459, 462, 463, 472, 491,
519, 526,  528, 535.

wir haben:

8, 17, 19, 26, 30, 31, 33, 39, 43,43, 47, 49, 62, 66, 67,73, 79, 91, 91, 91,

104, 104, 109, 110, 111, 115, 116,  124, 147, 147, 148, 150, 153, 154, 159, 160, 168, 169, 170,174,188, 189,

215, 225, 247,  248, 249, 250, 270, 272,  274,, 275, 277, 287, 295, 295, 299,

306, 317, 322, 325, 326, 333, 343, 345, 347, 348, 351, 362, 367, 367,372, 373, 375, 377,378, 379, 382, 390, 392, 394, 398, 399,

401, 402, 406, 409, 411, 417, 426, 427, 429, 447, 449, 464, 464, 464, 470, 474, 477, 480, 482, 483, 484,

506,506, 506, 509, 509, 516, 517, 520, 524, 527, 529

(wird laufend aktualisiert, zuletzt 26.6., 20.00)
anfragen an doris.knecht@kurier.at)
15.06.08

Es soll aufhören

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Bereits im ersten Drittel der ersten Halbzeit des ersten EURO-Matches erleide ich einen Hörsturz, dank ununterbrochenen Freudengeheuls der Mimis. Erstens, sie dürfen fernsehen. Zweitens, sie dürfen Fußball fernsehen; was vor allem das Bubenmimi in einen Begeisterungstaumel versetzt, für den ich Unterhaltungschemie im Gegenwert eines Designersofas benötigte.

Das Bubenmimi spricht von morgens um sechs bis abends um acht ohne Unterbrechung nur noch über Fußball. Mein Tag beginnt mit der Anhörung glühender Referate über tschechische Torwarte und schwedische Stürmer und endet mit der Akklamation aller fixfertigen Mannschaftspuzzles im Panini-Album. (Es sind acht. Ich weiß es. Sie hat mir die freudvolle Neuigkeit schon etwa 600 Mal überbracht.) Dieses verfluchte Panini-Album; das ich zugegebnermaßen selbst ins Haus geschleppt habe, und zwar mit einem kecken Grinsen, das, wie ich jetzt weiß, meine komplette, lückenlose Ahnungslosigkeit darüber illustrierte, was dieses Teufelszeug aus Kindern macht.

Kollegin B. hat mir erzählt, dass ihr Neunjähriger kürzlich vom Telefon der Lehrerin anrief, weinend, weil er den Aufhauser verloren hat, und beides ist im normalen Alltag eines Neunjährigen undenkbar: Weinen, die Mama anrufen, wie ein Baby. Ein Pickerl mit dem Antlitz eines österreichischen Nationalspielers machts möglich. Wir hatten den Aufhauser; spontan erklärten die Kollegin und ich die Tauschbörse „Mürbe Mütter, die wollen, dass es aufhört“ für gegründet und mailen uns seither gegenseitig lange Zahlenlisten zu, wie Verschlüsselungsspezialisten. Wie Verrückte.

Wobei ich sagen muss, dass das andere Mimi nicht unbedingt den nötigen Ernst für den Panini-Irrsinn mitbringt; einerseits: halleluja, lobet den Herrn. Andererseits zwingt das die Mutter dazu, in der ganzen Wohnung nachlässig gehortete Fussballstars einzusammeln und einzupicken: Sie schlafen in den Betten des Puppenhauses, lächeln nach Frisuren sortiert vom Badezimmerregal und rütteln am Gitter des Playmobil-Gefangenentransporters. Und sie erfüllen in keiner Weise mehr den Zweck, dessentwegen sie überhaupt mit den Mimis bekannt gemacht wurden: Denn sie waren, pro 5-Stück-Packerl, dazu rekrutiert, die Mimis dazu zu kriegen, freiwillig ihr Zimmer aufzuräumen. (Spießerin! Spießerin! Hören Sie auf. Ich bin bei der „Wunder von Wien“-Premiere von Herrn Rubinwitz deswegen bereits erschöpfend gedögelt worden, dankeschön.) Allerdings hat es sich als wenig moralisierend erwiesen, ein Kind eine halbe Stunde aufräumen zu lassen und ihm dann gönnerhaft ein Packerl Paninis zu überreichen, von dem es jedes einzelne schon hat; „Hysterie“ beschreibt die Folgen überaus unzureichend. Nun schmeiße ich ihnen jeden Tag freiwillig und ungebeten drei Packerl in den Rachen, renn mit ihnen auf Tauschbörsen und schreibe lange Zahlenlisten in emails und Blog. Es muss endlich aufhören; es reicht.
04.06.08

Es gibt Reis, Baby!

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Lassen Sie mich noch erwähnen, dass der Horwath tatsächlich 50 Schnitzel für die Kindergrillparty gebacken hat, ich kenn ihn doch, und dass wir das mit den Abschiedssackerl nächstes Mal lassen. Die Horwathin hat nämlich doch welche gemacht, aber da hat der Horwath Recht, das ist zuviel des Guten, das braucht kein Mensch. Nach der Party war ich aber so oder so relativ nah am Ende meiner Kräfte und habe drei Kreuze geschlagen, dass ich jetzt bis zum nächsten Kindergeburtstag 364 Mal schlafen darf. Also tatsächlich durfte ich nur drei Mal schlafen, aber da hatten nicht wir die Scherereien, sondern ein anderer Kindergartenkindsvater, dem wir an seinem Küchentisch zusehends beschickert dabei zusahen, wie er zügig dem Ende seiner Kräfte entgegenstrebte. Ich bin mir ziemlich sicher, dass er später drei Kreuze geschlagen hat, weil er jetzt bist zum nächster Kindergeburtstag 364 Mal und so weiter.
  Allerdings hat die Badesaison nun auch in Wien begonnen, die aber sehr viel weniger Falten macht, wenn der Nachwuchs endlich schwimmen kann. Die 400 Euro, die wir in mehrere Schwimmkurse investiert haben, machen sich nun in heiterer Entspannung mutterseits bezahlt: Ich sitze mit anderen Müttern gelassen unterm Schirm, während unsere Kinder in egal welchem Pool nicht ertrinken; das entstresst die Sommerzeit entschieden. Die Gelassenheit rastet kurz, wenn die Kinder aus dem Becken kommen und sich darüber in die Haare kriegen, wer die Sonnenschutzcreme mit dem höheren Lichtschutzfaktor hat (Ich hab nämlich  50! Und du nur 25! Aber ich kenn jemand, der hat 100, und der borgt sie mir!), wo man sich echt an den Kopf greift und fragt, woher dieser geisteskranke Konkurenzzwang bitte herkommt. Kauft euch sofort ein Eis.
  (Aber ich krieg das größere!). Jesusundmaria. Von uns haben sie das nicht. Naja, vielleicht haben sie es vom Langen und vom Horwath, die sich in Kroatien tatsächlich ernsthaft darüber zerkrachten wie man Basmati richtiger kocht. Ob man ihn ins kochende Wasser schmeißt oder glasiert und aufgießt, was als Die Große Reiskrise in die Kroatien-Annalen einging. Aber am achten Urlaubstag schuf Gott nun mal die Faustwatsche, da muss man durch, gelassen drüber, weitermachen, tun als wär nix gewesen, dann wirds schon wieder.
  Ich bin mit meinem Nicht-mein-Kind-Geht-mich-nichts-an-Mantra überraschend schmerzfrei über die zwei Wochen gekommen: Erst an Tag zwölf platzte mir einmal wegen einer Kinderessen-Sache der Kragen, was aber wohl vor allem damit zu tun hatte, dass ich es gewohnt bin, den Großteil meiner Tage still über Texten zu sitzen, und diese Gewohnheit nehme ich gerne in den Urlaub mit. Aber die schöne Idee, dass man wo hin fährt und dort die Klappe hält, ist vor allem bei Kindern extrem unpopulär, und wer mein mein Meeresrauschen lang genug in dieser bestimmten Frequenz zerkreischt, kriegt irgendwann die Rechnung. Zahlen, bitte! Nein, nicht Sie, der Kleine da hinten.
28.05.08

Heuer machen wir es anders

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Heuer, habe ich gesagt, machens wirs einmal anders am Kindergeburtstag. Der Horwath war gleich dagegen; sein kleiner Horwath hat drei Tage vor den Mimis Geburtstag, also gemeinsame Party. Eine Scheißidee, sagte der Horwath, da saßen wir noch in der Neptun-Bar in Kroatien, nachdem er zuerst gefragt hat, wie ich das meine und ich es ihm erklärt habe: dass wir heuer einen Kindergeburtstag machen, an dem es ausnahmsweise auch einmal Spaß für die Kinder gibt. Spaß, hat der Horwath gesagt und durch seine Cutler&Gross-Brille bitter aufs Meer geschaut, was für Spaß. Ein Clown oder was. Blödsinn, hab ich gesagt, ein Spiel oder eine Schnitzeljagd oder etwas in der Art, und Würstelgrillen am Feuer, und wir laden heuer nicht nur unsere Freunde ein, sondern die Freunde der Kinder, schau nicht so, mir gefällt es auch nicht besonders. Aber trotzdem machen wir es heuer so. Der Horwath hat gesagt, grillen hasst er. Schnitzeljagden auch. Die Horwathin hat gesagt, sie findet es aber eine super Idee. Der Horwath hat noch ein Karlovacko bestellt und gesagt, dass es für so einen Unsinn nicht den geringsten Grund gibt, weil bis jetzt hats immer gepasst.
  Normal laden wir am Kindergeburtstag alle unsere Freunde mit Kindern ins Schwimmbad oder auf den Spielplatz, schneiden den Kuchen an, singen Happy Birthday, rufen jöö und schööön, und schicken die Kinder dann spielen. Oder baden oder raufen, Hauptsache, sie stören uns nicht, während wir riesenschüsselweise Erdäpfelsalat und kleine Horwath-Schnitzis verputzen und Kühltaschen voller Bier und Wein leermachen. Bitte, die Kinder haben sich nie beschwert, aber dann war ich auf Kindergeburtstagen, die wirklich Feste für die Kinder waren, und zuerst fand ich das echt schischi, und dann habe ich mich geschämt. Heuer machen wir es anders.
  Jetzt ist heuer schon morgen und ich komm aus der Hektik nicht heraus. Ich habe Einladungen gemacht, kopiert, verteilt, der Lange und ich waren einkaufen und auf der Geburstagsfestwiese, die Schnitzeljagd auskundschaften, und wir haben gestritten. Ich habe zwei Blecher Schoko-Kuchen gebacken, nicht wie letztes Jahr mit einer schicken Zuckergussgraphik, sondern fußballrasendicht mit Smarties belegt, denn so und nicht anders wollen es Kinder. Aber es sind noch keine Schnitzeljagd-Aufgaben ausgedacht, keine Geschenke eingepackt, keine Schatzkiste und keine Partysackerl befüllt, und auch Erwerbsarbeit wäre noch zu erledigen. Weil ich mich in dieser Sache an den Horwath nicht zu wenden brauche, rufe ich die Horwathin an und sage, du, mir wächst der Kindergeburtstag gerade ein bissl über den Kopf, und sie sagt, oje, aber leider kann sie nichts tun, jetzt wühlt sie grad am Land im Garten und morgen kommt sie nicht vor fünf aus der Klinik, tut ihr echt leid. Der Horwath ist nicht zu sprechen, wahrscheinlich brät er gerade eine Scheibtruhe voll Schnitzel, aus lauter Wut über die Scheißidee, und ich bin kurz davor, ihm Recht zu geben.
26.03.08

Fick deine Mutter

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Diese Woche brachte die erfreuliche Nachricht, dass die Mimis einen Platz an dieser kuscheligen, kleinen Schule haben. Es sind dort alle sehr nett und engagiert und pro Klasse gibt es, schätze ich, ungefähr zwei Ausländer, Schweizer oder Dänen oder so, deren Eltern vermutlich im Management eines BioFood-Distributors arbeiten. Oder bei der UNO. Wir haben den Kindern auch realitätsnähere Schulen gezeigt, mit rauchenden, kraftwörterspuckenden Hauptschülern am Schulhof, in die sie trotzdem nicht wollten. Zugegeben, es ist leicht, zwei Sechsjährige dazu zu kriegen, unbedingt an die kleine, engagierte Schule zu wollen, wenn sie dort beim Tag der offenen Tür zehn frühere Kumpels aus dem Kindergarten in den Klassen treffen und die Kinder der Freunde, der Nachbarn und anderer bildungsnaher Eltern, die ihren Nachwuchs ebenfalls gern an einer kuscheligen, kleinen, engagierten Volksschule ohne gewaltaffine 14jährige wissen.
  Und wo das schlimmste Wort, das die Erstklässler nach Hause bringen, etwas ist wie wie wie... wie Nutella. Mama, was bedeutet das: Nutella? Das, Kind, ist ein ganz böses ... weiter lesen ...
05.03.08

Will ich aber

| Comments (0) | 03/08 | Schuld und Sühne

Ah, der Frühling ist da. Ich kann ihn hören. Andere werden vom Frühling mit knospenden Bäumen, blühendem Krokus und zarten Schneeglöckchen überrascht, mich begrüßt er Jahr für Jahr mit einer Schimpfkaskade vor der Wohnungstür. Myriaden verbotener Wörter, die die Kinder, ich sehs ihnen an, gleich gierig in ihren Wortschatz eingemeinden: Himmelherrgottsackkrutzitürkendugrauslichedummefut. Der Lange pumpt sein Fahrrad auf: der Frühling ist da. Gleich werde ich, wie jedes Jahr, hinaus vor die Tür gehen, gleich werde ich dem Langen, wie jedes Jahr, erklären, wie man ein Fahrrad aufpumpt; gleich werde ich sein Fahrrad aufpumpen. Aber erst will ich noch das Glück genießen, dass jetzt endlich Frühling ist. Bald wir es sprießen, blühen, duften. Der Frühling ist da, ich hör ihn schon.
  Später stehen wir ... weiter lesen ...
05.02.08

Selber Schuld, Mutter

| Comments (3) | 02/08 | Schuld und Sühne

Mittlerweile wurden mir ungefähr 286 Gründe zugetragen, warum es super ist, keine Kinder zu haben. Einige davon stammen von Horwaths kinderlosen Freunden, die, wie mir der Horwath überbrachte, recht angespeist seien über meine letzte Kolumne. (Äh, tja, sorri. Ich weiß, das tut man nicht. Ich weiß, das war ein Bruch des Geheimvertrages zwischen Kinderlosen und Bekinderten.) 62 Gründe mailte Leser Simon F., der in der Gnade der Kompetenz steht, denn er hat drei Kinder. (Grund 2: Weil man Schlaf NICHT für überbewertet hält. 17: Weil man Familienferienclubs hasst. 28: Weil man nach der Arbeit Ruhe braucht. 29: Weil man Spongebob hasst. 34: Weil man eine saubere, ordentliche Wohnung schätzt. 41: Weil man nach einer Trennung die Chance auf einen Neuanfang haben will. 42: Weil man gerneeinmal auf ein Jahr verschwinden will, bevor man alt oder tot ist. 50: Weil man die Freiheit haben will, zu seinem Chef "Sie Riesenarschloch" zu sagen und zu kündigen.)

Auch von mir fiel während des Nähens von zwei Dschungeltier-Kostümen die Mutterschaftsverklärung vorübergehend vollständig ab, und ich darf die Liste wie folgt ergänzen: 287: Weil man keine Affen-Kostüme nähen muss. 288: Weil man keine Panther-Kostüme nähen muss, bis kurz bevor ... weiter lesen ...
30.01.08

Lügner, elende

| Comments (1) | 01/08 | Schuld und Sühne

Ich will jetzt wirklich nicht ewig auf der Sache herumreiten, aber die Kollegen H. und T. wussten nicht, was ein Tabuleh ist. Bitte: Kurz gesagt handelt es sich beim Tabuleh um den Nudelsalat des 21. Jahrhunderts. Oder der Bobos, wenn man gern diesen Begriff strapaziert.
Und, doch, ich habe diese Woche auch Interessanteres erlebt, möchte aber nicht darüber sprechen. Auch nicht über das Kindertheater. Auch nicht über die erste Vorführung in der Zirkusschule, gerade weil es nett und beeindruckend war. Auch nicht über die spontan einberufene Kinderfaschingsparty bei den Schwarzens, denn klischeehafter können sich die Insignien eines für Mutter praktisch vollständig versauten Nachmittags nicht aneinanderketten (liegengebliebene Arbeit, Streit mit dem Langen, Langeweile, Frust, Prosecco, Magenübersäuerung, mehr Streit mit dem Langen.) Und das hatten wir schon, das hatten wir schon.
  Die Geschichte wiederum, die Geschichte, die ich erzählen wollte, über Eltern, die Nicht-Eltern anlügen, geriet unfreiwillig irgendwie ketzerisch und ... weiter lesen ...
29.11.07

Aus dem Eck kommst du nie mehr raus

| Comments (1) | 11/07 | Schuld und Sühne

Also gehe ich zur Eröffnung des Advents in der „Kabine“, und zwar obwohl mir der Grätzl-Faschismus der Leopoldstädter extrem auf den Sack geht. Leopoldstädter verlassen ihren Bezirk ja wenn irgendwie möglich nie, was nicht einfach ist, weil es dort in Wirklichkeit außer dem Karmelitermarkt, zwei bis drei Gasthäusern, einem Donaukanalufer und einer Handvoll lässiger Läden nicht viel gibt. Super Grünraum, schön und gut, aber das kann ja wohl in einer Großstadt nicht alles sein. Wenn ich super Grünraum will, zieh ich aufs Land. Trotzdem gehe in die „Kabine“, einem lässigen Laden in der Karmelitergasse, und zwar, weil ihre Mitbesitzerin mir über Dritte Drohungen übermitteln ließ, in denen die Wörter „Kopf“, „abreißen“, „persönlich“, „wenn“, „du“ und „nicht“ vorkamen. Es ist sehr ... weiter lesen ...
13.11.07

Ich bin noch auf Bewährung

| Comments (0) | 11/07 | Schuld und Sühne

Die Breussin ruft an; ich hebe ab und sage, Breussin, tut mir leid, ich kann grad gar nicht. Das ist untertrieben. Tatsächlich passiert gerade folgendes gleichzeitig: Das Mädchenmimi, das mit dem Langen im steckengebliebenen Lift gefangen ist, will mit einem Strohhalm durchs Gitter mit Saft gefüttert werden, die erste der drei eingeladenen Freundinnen hat gerade meine Küche betreten und ist zur Begrüßung spontan in Tranen ausgebrochen, die zweite Freundin begehrt unten an der Haustür Einlass, die Zwiebeln von den Kässpätzle sind am Herd gerade in ihrer kritischen Phase und der Mann von der Liftfirma ruft, unmittelbar nach dem ich der Breussin aufgelegt habe, nochmal an, um sich zu erkundigen, ob der Techniker schon da ist.
Zum Glück sind nicht alle Abende so. An anderen Abenden werde ich einfach ganz normal von Theaternerds beschimpft. Das ist in Ordnung: Niemand

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